Sonntag, 16. November 2014

Antwort.

Was wäre wenn… wenn gestern nie gewesen wäre? Dann wäre ich jetzt nicht dieselbe.
Was wäre wenn… jetzt gestern wäre? Ich würde nichts anders machen. Ich bereue keinen Augenblick.
Mein Körper ist leicht; meine Sinne sind geschärft-entspannt. Wenn jetzt morgen wäre, würde es sich noch genauso anfühlen. Richtig. Einfach. Einfach gut. Warm.
Was wäre wenn… wenn gestern nie gewesen wäre? Dann würde mir, wenn jetzt morgen wäre, etwas fehlen. Dann wäre ich immer noch auf der Suche. Auf der Suche nach Antwort? Oder einem richtigen Abschluss? Oder auf der Suche nach einem Neuanfang? Oder einfach nach – dir.
Gestern war. Heute ist. Morgen wird. Das Gefühl wird sich nicht mehr ändern. Jedenfalls nicht negativ.
Ich atme dieses Gefühl mit jeder Faser meines Körpers; nehme es auf und bin völlig inspiriert. Spüre nach. Und Sehnsucht breitet sich aus.

Was wäre wenn… wenn gestern nie gewesen wäre? Es wäre nicht dasselbe. Ich wäre nicht dieselbe. Das ist meine Antwort. Punkt.

Donnerstag, 13. November 2014

Sinneswandel

Doch - es gibt diese Stadt. Auch, wenn mein Navigationsgerät nur noch weiße Landschaft anzeigte und mich bat wieder umzukehren. Es gibt diese Stadt. 
Gestern durfte ich sie erleben. Mit /fast/ all meinen Sinnen. Ich konnte sie sehen, schmecken, riechen - aber hören konnte ich sie nur leise, da meine Ohren mich zur Zeit ärgern und mich die Welt nur dumpf hören lassen wollen. Vorteil: ich höre nicht jeden Müll, sondern konzentriere mich lediglich auf die schönen, mich inspirierenden Geräusche und Worte (...)
Zum Riechen - sie, die junge Frau, ging an mir vorbei, unterhielt sich mit der Partnerin an ihrer Seite und ich hörte den Satz `Was mich jetzt wirklich interessieren würde ist, warum du...`(...) mehr verstand ich nicht. Was hätte ich dafür getan, dem Satz zuende zu horchen?! Sie zog einen mir altbekannten süßlichen Geruch hinter sich her. Ich musste gar nicht lange überlegen - Juicy Fruit. Dieses Kaugummi aus meiner Kindheit, was ich so mochte. Schön.
Auch dort wird es Herbst. Es riecht schon ganz zart nach schimmeligem Laub - es war zu spüren, dass das erst der Anfang ist. Kalte, trockene Luft paarte sich mit Sonnenstrahlen, die Grasbüschel in goldenes Licht tauchten. Noch schöner.
Ja, es gibt diese Stadt. Ich habe sie erlebt. Ich habe sie gerochen, auch ein Stückchen gehört, ich habe sie gesehen - alle Kuriositäten, Verrücktheiten und Abnormitäten (gibt es dieses Wort eigentlich?), die Bethel zu bieten hat; mit wertvollen und ästhetischen Entdeckungen, die mich inspirierten und Ideen in meinen Kopf, in meine Brust und in meinen Bauch transportierten. 
Nur ein /wenn/ und kein /dann/: ich weiß sogar, wie diese Stadt schmeckt - nach `türkischer Apfel` - ein mir vertrauter, süßer Geschmack. Ja, es gibt diese Stadt. Ich habe sie erlebt.

Montag, 10. November 2014

In goldenem Samtpapier

Die Vergangenheit scheint wie ein alter schwarz-weiß-Film. Und sie erklärte ihm auch warum.

Dafür nahm sie wortlos den alten Film aus dem Apparat und ohne ihn jemals entwickeln zu wollen, rollte sie ihn in goldenes Samtpapier und band eine rote Schleife darum. Nein - falsch. Nicht ihr Ding. Sie nahm die rote Schleife wieder ab und verschnürte alles in Paketband. Das liegt ihr mehr, ist hübscher und robuster. So wie sie.  
Revue:
Knallende Raketen. Anstehen an der Essensausgabe. Müde. Verunsichert. Traurige Gesichter. Schlafmarathon. Dann. Endlich. Aufstehen. Der Zeiger tickt. Erst zurück. Dann vorwärts. Vorwärts. Vermissen. Abgeben, Starten. Wollen. Heimkehr. Neustart. Schweine. Viele Schweine (...). Sommer. Steine. Trauerweiden = Brennholz.
Nun ist es Zeit // Den eingewickelten Film legte sie in diese kleine Box. Sie griff zu einem neuen Film. Farbfilm. Sie hatte viele aufregende Ideen im Kopf, was sie mit diesem Film anstellen wird. Verrückte Ideen. Spannende Ideen. Ideen, die ihr "Angst" machen und welche, auf die sie sich freut. Umsetzen = würde sie nicht alle. Aber eines ist sicher = diesen Film würde sie garantiert entwickeln lassen. Sie würde dafür ein schönes Fotoalbum besorgen. So eins mit transparenten Trennblättern aus den 50s. Diese Momente möchten konserviert werden. Verewigen. Haltbar machen. Sie allein. 
Und der Film im goldenen Samtpapier? Wird aufgehoben. Bleibt erhalten. Als ein Teil - von ihr. Weitergehen. Dem (blau-gelben) Regenbogen entgegen (/der gehört nämlich jetzt zu ihr und ihrer schwarz-weißen Vergangenheit/).
Und die Erinnerungen gehen weiter. Gespeichert auf all diesen Filmrollen, die kommen werden. Entwickelt oder nicht. In goldenem Samtpapier verpackt oder konserviert auf Fotopapier. 

Dann nahm sie ihn an die Hand und sie verließen still die Bühne, um aufzubrechen. Auszubrechen.

Sonntag, 9. November 2014

Freitag, 7. November 2014

Olivia Bee

Linsensüppchen entdeckte ---

Olivia Bee zeigt mir das Leben in Leichtigkeit und Schwere. 
Eine Mischung aus morbider Lebendigkeit, abartiger Anziehungskraft und jugendlicher Retrospektive.


/Craig McDean for W Magazine/

Olivia Bolles (* 05. April 1994 in Portland (Oregon), USA)

Ihre Arbeiten nähern sich den Stilen von Nan Goldin, Annie Leibovitz und Ryan McGinley an.  Das-amerikanische Fotomagazin /Photo District News/ zählte sie 2012 zu den 30 Nachwuchsfotografen, die man im Auge behalten sollte.

  
Ich sehe ihre Motive als eine Auseinandersetzung von Gegensetzen, die ihren Ausdruck in geisterhaften Farben, wilder Alltäglichkeit und knallbunten Grenzüberschreitungen finden.

www.oliviabee.com/






Mittwoch, 5. November 2014

Samstag, 1. November 2014

Photograph

/Ed Sheeran/


Loving can hurt
Loving can hurt sometimes
But it's the only thing that I know
When it gets hard
You know it can get hard sometimes
It is the only thing that makes us feel alive

We keep this love in a photograph
We made these memories for ourselves
Where our eyes are never closing
Hearts are never broken
And time's forever frozen still

So you can keep me
Inside the pocket of your ripped jeans
Holding me closer 'til our eyes meet
You won't ever be alone 
wait for me to come home

Loving can heal
loving can mend your soul
And it's the only thing that I know
Know I swear it will get easier
Remember that with every piece of you
And it's the only thing we take with us when we die

We keep this love in this photograph
We made these memories for ourselves
Where our eyes are never closing
Hearts are never broken
And time's forever frozen still

So you can keep me
Inside the pocket of your ripped jeans
Holding me closer 'til our eyes meet
You won't ever be alone

And if you hurt me
That's okay baby, only words bleed
Inside these pages you just hold me
And I won’t ever let you go

Wait for me to come home
Wait for me to come home.